Sonntag, 17. November 2013

Fazit Jahr 1

Nach langer Stille melde ich mich nun endlich mit meinem Fazit von Jahr 1. Ja, richtig gelesen: Jahr 1.
Diese Bezeichnung wähle ich nicht zufällig - sie impliziert, dass es ein Jahr 2 geben wird. Und eventuell auch ein Jahr 3, 4, 5...
Nun aber erst mal zu Wesentlichen - den Ergebnissen. (wer nicht alles lesen will, kann einfach runter scrollen)

Wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt, sind nicht alle Ergebnisse so ausgefallen, wie ich sie mir gewünscht habe. Das hat verschiedene Gründe, Vorteile, Nachteile und auf alles werde ich in diesem Post eingehen.
Zuerst das Erfreuliche: Ich passe wieder in 90% meiner Sachen im Kleiderschrank. Ein kleiner Teil passt noch nicht und wurde erst mal in eine Kiste gesperrt. Da es sich eh ausschließlich um Sommersachen handelt fehlen diese Dinge derzeit nicht. Außerdem sind das wirklich nur Teile in sehr eng ausfallender 34er Größe.
Wie man sich sicher denken kann bin ich meinen gesamten Kleiderschrank durchgegangen. Da ist wirklich Einiges raus geflogen. Nicht nur kaputte, oder schlecht sitzende Sachen, nein, auch Sachen die mir wirklich zu eng sind und es immer sein werden.
Ich habe ernsthaft noch Hosen aus meiner Gr 32er Zeit gefunden. Als sie mir in die Hand fielen habe ich erst mal gestockt, mich auf mein von Klamotten zugemülltes Bett gesetzt und nachgedacht. "Möchte ich wirklich wieder eine Gr 32 haben? In meinem Alter? Mit all der Arbeit, die dahinter steckt?" und ich bin zu dem Schluss gekommen "Nein, das ist nicht nötig, 34 reicht vollkommen aus."
Versteht mich nicht falsch - ich bin recht klein und aufgrund meiner Proportionen sehe ich selbst jetzt mit meiner "grade so 34" doch etwas speckig aus, aber sobald ich durchtrainiert bin, habe ich bei einer 34 eine gesunde und schlanke Figur, ohne dürr auszusehen. Bei Gr 32 ist das schon anders.
Die 34 ist für mich relativ leicht zu halten, wenn ich erst mal "drin" bin. Hingegen muss ich bei einer 32 wesentlich mehr trainieren, besser auf mein Essen achten und mich sehr einschränken.
Für mich ist das ein großer Schritt, nachdem es jahrelang für mich wichtig war "sehr dünn" auszusehen. In diesem letzten Jahr geht die Tendenz jedoch immer mehr in die Richtung "schlank, aber gleichzeitig muskulös". Das wird auch mein Ziel für die nächsten Jahre sein. Ja, Jahre.
Von meinen weiteren Zielen habe ich übrigens erreicht, dass ich nun wieder den Hand- und Kopfstand beherrsche. Noch nicht frei, aber immerhin. Backbend ist auch kein Problem mehr.
Es ist alles noch ausbaufähig, aber es macht mir wieder eine Menge Spaß meinen Körper zu fordern und mich stetig zu verbessern.
Was auch sehr Positiv ist: Ich habe mich sehr mit meinem Körper angefreundet. Nicht abgefunden, angefreundet. Fast mein ganzes Leben lang war mein Körper mein erklärter Erzfeind. Er war immer gegen mich dachte ich. Er war dick und schwabbelig, ungeschickt und absolut nicht so, wie er sein sollte. Kleinste Dinge haben mich aus der Bahn geworfen. Es gab Zeiten, da habe ich wegen 2 Keksen geheult, weil ich "zu viel" gegessen hatte.
Heute kann ich auch 5 mal grade sein lassen. Ja, ich bin immer noch etwas zu speckig für meine Verhältnisse und Vorliebe. Aber na und? Ich finde mich trotzdem gut. Nicht perfekt, aber das macht gar nichts.
Ich kann nun viel gelassener an mir arbeiten. Ohne dabei panisch zu werden, wenn mal was nicht so klappt wie ich will, oder ich einige Wochen auf dem Holzweg bin.

So viel zu den positiven Entwicklungen in meinem Leben.
Nun kommen wir zu den nicht geschafften Zielen: Ich bin noch Meilenweit davon entfernt 10 Kilometer in unter einer Stunde zu laufen. Ich trainiere relativ regelmäßig, aber meine Kondition ist wirklich nicht die Beste und ich muss auch zugeben: Ich bin nicht die talentierteste Läuferin unter der Sonne. Für 10 Kilometer brauche ich schneckenhafte 80 Minuten oder so. Ich hoffe, dass ich das im nächsten Jahr ausbauen kann. Allerdings kann ich dafür auch 2 Stunden ohne Pause im gleichen Tempo durchlaufen wenn man 8 km/h als Tempo bezeichnen mag und ich finde im nächsten Jahr steht einem Halbmarathon eigentlich nichts mehr im Wege, oder?
Außerdem kann ich die ganzen Yogaposen noch nicht, die ich mir vorgenommen habe, aber mein Skorpion ist gar nicht mal so übel. Spagat habe ich am Ende vollkommen vergessen und gar nicht mehr geübt. Aber hey, ich hab ja noch Zeit.
Und die definierten Muskeln kommen sich auch irgendwann unter dem Speck zum Vorschein.

Alles in Allem bin ich recht zufrieden. Aber ihr wollt sicher wissen, wieso ich hier erst meine Klappe so groß aufreisse mit dem Blog und so und mich dann so wenig darum kümmere? Und so wenig schaffe?
Nun ja, ich muss gestehen, dass ich mir eventuell ein bisschen viel vorgenommen habe.
Privatleben, Studium, Arbeit und 2 Blogs sind doch eine Menge. So viel, dass ich in den letzten Wochen nicht nur den Blog hier, sondern auch meinen Hauptblog schmählich vernachlässigt habe. Aber ich habe die Zeit einfach mal für mich gebraucht.
In meinem Leben ist grade wirklich eine Menge los. So viel, dass ich sogar mit dem Sport nicht hinterher komme.
Einerseits muss ich natürlich an meiner Bachelorarbeit schreiben, andererseits habe ich grade ein sehr zeitaufwändiges Uniprojekt. Es handelt sich um ein Fotoprojekt und ich habe das große Glück viel Unterstützung zu bekommen. Ich brauche Models, Visagisten, Hairstylisten und ein Fotostudio und all das wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Aber trotzdem steckt da ein enormer organisatorischer Aufwand dahinter. Alle müssen zu einem Termin Zeit haben und wir sind immer so 5-8 Leute, dann muss der Zeitplan erstellt werden, ich muss Accessoires wie Deko, Haarzeug, Kleidung besorgen, eventuell Leute rumfahren...es ist wirklich viel. Es macht aber auch unglaublich viel Spaß.
Immerhin sind nun fast alle Fotos im Kasten, aber danach kommt das Layout, das ich selber erstellen muss, die Nachbearbeitung, der Druck, das Binden und zwischendurch muss ich noch in meine Unistadt fahren, um mich mit meinem Professor zu treffen.
Dann hatte ich Geburtstag und Weihnachten steht ja auch vor der Tür. Das heisst in den nächsten Wochen bin ich gut beschäftigt mit Unizeug, Arbeit, Geschenke kaufen, Wohnung dekorieren, durch Deutschland reisen und schließlich die Familie an Weihnachten verköstigen - dieses Jahr bin ich damit dran.
Aber es macht ja auch irgendwo Spaß.

Trotzdem hat der volle Terminplan mich dazu bewogen das nächste Jahr auf diesem Blog erst ganz klassisch am 1.1.14 zu starten.

Ich denke, das kommende Jahr wird hier anders ablaufen. Ich hoffe regelmäßiger zu posten, versprechen kann ich aber nichts. Außerdem werde ich meinen Plan aufteilen und zwar sehr strikt: Erst der Fettabbau, dann der Muskelaufbau.
Dieses Jahr habe ich Beides gleichzeitig versucht und bin ein bisschen gescheitert. Ich denke für mich ist es sinnvoller eins nach dem Anderen zu machen.
Außerdem habe ich wieder ein bisschen was über meinen Körper gelernt.
Ich habe bis ca Mitte August versucht mit "nicht Low Carb" abzunehmen. Sprich, ich habe mich kalorientechnisch nach meinem GU gerichtet und statt wenig Kohlehydraten eine normale Menge gegessen. Das Ergebnis sieht man ja: Ich habe in der ganzen Zeit nicht zugenommen, aber auch nicht wirklich abgenommen. Weder Fettmasse, noch Umfang.
Ich denke, ich kann also ziemlich sicher sagen, dass Kohlenhydrate einfach nix für mich sind. So gern ich Brot und Pasta auch mag, in Zukunft werden sie wieder deutlich seltener auf dem Speiseplan landen.

Eine weitere Sache beschäftigt mich auch seit Wochen: Ich scheine wirklich laktoseintolerant zu sein.
Bereits vor ca 2 Jahren skypte ich mit meiner Freundin und beschwerte mich über Laktoseintoleranz übliche Symptome. Ihre Idee war auch sofort die besagte Milchzuckerunverträglichkeit....ich stritt das jedoch vehement ab, Ich und laktoseintolerant?? Um Gottes Willen, nein! Bloss nicht, ich liebe doch meine Milch und meinen Joghurt.
Tja, leider scheint mein Körper das anders zu sehen, er reagiert zusehends ärgerlicher, wenn ich Milchprodukte konsumiere.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen die letzten Milchprodukte hier aufzubrauchen und dann auf vegane Kost umzusteigen. Erstmal nur probehalber und wohl auch primär daheim.
Das wird sich nun allerdings noch bis nach Weihnachten hinziehen, auch wenn ich mit dem Gedanken spiele Weihnachten ein veganes Festmahl zu kochen. Ich weiss aber nicht ob ich das hin bekomme und habe bisher auch noch keine passenden Rezepte gefunden. Letzteres ist mein Hauptproblem.

Begeistert bin ich natürlich nicht, dass ich keine Milch mehr vertrage. Aber mir widerstrebt es auch Tabletten zu schlucken.
Ich will also erst mal sehen, wie ich mit der veganen Ernährung klar komme vom Kopf her und dann entscheide ich weiter, was ich mache.
Ich muss gestehen, dass ich noch nicht so ganz weiß wie ich auf meinen durch das Training doch erhöhten Eiweißbedarf kommen soll. Allerdings gibt es zu dem Thema ja Lektüre und sobald sich der Stress etwas gelegt hat werde ich mich da mal einlesen.

Das war denke ich mal das Wichtigste zusammen gefasst...ach ja eins noch. Letzte Woche bin ich mit dem Rad hingeknallt und habe mir fast die Kniescheibe gebrochen. Verdammt, tat das weh!!
Ich kann nicht versprechen, in wie weit ich hier an diesem Blog arbeite bis Ende Dezember, also quasi bis es "neu" losgeht. Mein Wunsch wäre allerdings, bis dahin ein bisschen hier umzubauen, auszubauen...sowas eben.
Aber ich weiss nicht, ob ich dafür grade kreativ genug bin und vor allem ob ich genug Zeit habe.

So und für alle, die keine Lust haben sich den Text zu geben hier eine Zusammenfassung:

Positiv:
- Ich passe wieder in Gr 34, wenn auch knapp
- Ich kann 90% der Sachen aus meinem Schrank tragen
- Ich habe ein viel besseres Körperverständnis und Körpergefühl als vorher
- Ich bin viel lockerer im Umgang mit mir selber geworden
- Ich bin noch selbstbewusster geworden
- Ich kann wieder Handstand, Kopfstand und Backbend (wenn auch nicht frei)
- Meine Skorpionpose ist ganz okay
- Der Blog geht weiter (1.1.14)
- 1 Stunde Krafttraining ohne Pause schaffe ich

Negativ:
- Ich habe nicht so viel abgenommen, wie ich wollte und das ist ganz allein meiner Schluderigkeit zuzuschreiben
- Ich kann die anderen Yogaposen, die ich mir vorgenommen hatte, nicht
- Ich laufe keine 10km in unter 60 Minuten, sondern brauche sogar ca 80
- Ich bin laktoseintolerant
- Meine Muskeln sieht mn noch nicht unter dem Restspeck

9 positive Sachen und 5 negative...nicht zu schlecht, was?



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen